Seerosen-Hoechstetter, Bayerische Spezialgärtnerei für Seerosenzucht und Wasserpflanzenkultur

 

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Die Geschichte der Gärtnerei:

Seit 1962 besteht die Gärtnerei Hoechstetter in Deisenham, einem Dorf im nördlichen Chiemgau. Im Laufe der ersten Jahre entstand sie auf einer ein Hektar großen Ackerfläche. Bereits in Regensburg hatten die Eltern und Großeltern eine gut gehende Gärtnerei am Bahnhof mit gutem Ruf und Namen.

Schon Ambrosius Hoechstetter hatte um 1500 auf seinem Augsburger Geschäftshaus einen Dachgarten und vor den Toren der Stadt eine berühmte Gartenanlage, wo sich prominente Zeitgenossen, z.B. Albert Dürer, getroffen haben. Darüber existiert auch ein Buch von Gabriele von Trauchburg  "Häuser und Gärten Augsburger Patrizier", Dt. Kunstverlag, Berlin 2002.

Zusammen mit seiner ersten Frau Marianne betrieb Julius Hoechstetter zuerst konventionellen Gartenbau. Sie hatten in den 1970ern einen Blumenladen in Trostberg. Bereits dort gab es ein riesiges Meerwasser-Aquarium; seither ließ ihn die Liebe zu den Wasserpflanzen nicht mehr los. Allein 18 Sorten der wichtigsten Aquarienpflanzen (Echinodorus) hat er seinerzeit gezüchtet und in den Handel eingeführt. Als Spezialbetrieb für Aquariumpflanzen hielt er sich bis Mitte der 1980er. Den gefährlichen Trend, die Aquarienpflanzen in Glaswolle zu kultivieren, lehnte er ab. Zudem kamen Billig-Importe z.B. aus Singapur. Während der Ölkrise explodierten auch die Heizkosten, deshalb stellte er sein Angebot erfolgreich auf Seerosen und Teichpflanzen um. Seither gibt es in der Seerosengärtnerei mindestens 50 Sorten winterharte Seerosensorten und die meisten Wasserpflanzen für Zierteiche, Schwimmteiche und Klärteiche, sowie tropische Wasserpflanzen und Schwimmpflanzen für den Wintergarten. Die Hauptabnehmer sind große Gartenzentren, Gartengestalter und andere Großabnehmer. Der beratungsintensive Verkauf an Privatkunden wurde zugunsten wichtiger Kultur- und Versandarbeiten eingeschränkt.

Die Luftaufnahme zeigt die Gärtnerei in den Anfängen der Seerosenkulturen.